Kulturelle Geschlossenheit gegen die „Offene Gesellschaft“

Mathilde Ludendorff hat für die Höherentwicklung der Völker deren kulturelle Geschlossenheit gefordert. Hierbei kann kulturelle Geschlossenheit keinesfalls die Abschottung vor fremden Anregungen bedeuten; auch schließt sie Weltoffenheit nicht aus. Thomas de Maizière, derzeit Bundesinnenminister, hat die Einsicht Mathilde Ludendorffs ungewollt bestätigt. Er verknüpfte dieser Tage den ungeheuren Einwandereransturm mit einem kalkulierten kulturellen Niedergang Deutschlands. Aus dem Zustrom Kulturfremder zog er nämlich die Folgerung, daß die deutschen Bildungsstandards an den Schulen und Lehrplätzen mit Rücksicht auf die Fremden „wenigstens vorübergehend“ abzusenken seien. Besseres weiß er nicht?

Das Stichwort „de Maizière“ könnte dazu verleiten, sich über unser ganzes Führungspersonal auszulassen – und sich dabei um Kopf und Kragen zu reden. Das ist es nicht wert! Wir müssen unseren Blick und Willen auf einen geistigen Aufbruch richten, der unsere heutigen Führungsgestalten als eine traurige, aber doch nur vorübergehende Erscheinung in unserer Geschichte hinter sich läßt.

Grundlagen der Kultur

Schulen und Berufsausbildung gehören zum Fundament unseres Kulturlebens. Ist dem Herrn Innenminister bekannt, daß sich die Lehrwerkstätten schon heute über die unzureichenden Grundkenntnisse der Hauptschulabgänger in Deutsch und Mathematik beklagen? Eine Absenkung der Standards in der Grund-  und Hauptschule wirkt sich natürlich auch auf die höheren Schulen aus. Sie bedeutet folglich für sie einen zusätzlichen Dämpfer. Denn hier sinken die Standards laufend schon seit den 1960er Jahren, nachdem der Bildungsnotstand erfunden worden war und deshalb möglichst ganze Geburtsjahrgänge durchs Abitur geschleust werden sollen. Jeder alterfahrene Gymnasiallehrer kann den bereits eingetretenen Niveauabsturz bestätigen. Und die Hochschulen klagen über die Belastung durch zu viele Studienanfänger, die nicht studierfähig sind.

Bei alledem ist nur vom vordergründigen Schulbuchwissen die Rede. Die Leistungsfähigkeit eines Volkes hängt aber auch von der Geisteshaltung seiner Mitglieder ab. Die Schule muß, ergänzend zum Elternhaus, im Heranwachsenden das Bewußtsein für seine Erwachsenenrolle im Volkskörper entwickeln helfen. Das fördert sie dadurch, daß sie den Schüler mit der Geschichte und Geisteswelt seines Volkes vertraut macht. Ein Grundelement der Jugenderziehung in diesem Sinn ist dabei auch die Pflege der Sprache, des Singens und Musizierens. Die Bewußtseins- und Herzensbildung müssen die Kinder an ihr Volk und die Volkskultur binden. Dabei verstehen wir unter Kultur nicht nur Kunst und Wissenschaft, sondern auch den alltäglichen Umgang miteinander in der Familie und in der Öffentlichkeit.

Damit sind wir wieder bei der These von Mathilde Ludendorff. Wenn die altüberkommenen Erziehungs- und Bildungsziele bis vor 70 Jahren richtig und erfolgreich waren – und sie waren sehr erfolgreich! – dann konnten sie das nur sein, weil sie innerhalb einer weitgehend geschlossenen Kultur erreicht wurden. Und heute? Was von den früheren Bildungszielen in unseren Schulklassen übrigbleibt, in denen die Abkömmlinge aller möglichen Kulturen die  Mehrheit bilden, ist nur der bloße Anspruch, den Schülern die primitivsten Grundlagen für ein Berufsleben zu vermitteln. Von Kultur und Lebensart kann ohnehin keine Rede mehr sein – von welcher denn auch unter den 180 hier vertretenen? Zum Ausgleich dafür wollen die GRÜNEN und ROTEN die Kinder rechtzeitig in die Sexualität und ihre Formen einführen. Auf diesem Gebiet sind jedenfalls die Sprachhemmnisse weniger hinderlich; Baden-Württemberg führt vor, daß man hier gut mit Bildern arbeiten kann. Im herkömmlichen Sachwissen aber möchte der Herr Innenminister nun die primitivsten Ansprüche noch beschnitten sehen.

Kulturelle Geschlossenheit

Mit wem haben wir es da eigentlich zu tun? Wissen die Leute dieses Schlages, wie und warum es nach 1945 möglich war, das zerbombte und ausgeplünderte, von der Natur mit Bodenschätzen und Klima nicht gesegnete Deutschland zum Wunschziel für Flüchtlinge aus aller Welt zu machen, zu einem „reichen Land“, in dem Fremde (und nur Fremde!) ohne eigene Vorleistungen die sozialen Sicherungen seiner Bewohner in Anspruch nehmen können? Wissen solche Führungsfiguren, daß diese Aufbauleistung auf einen kulturhistorischen Hochstand der Selbstorganisation eines Volkes, nämlich unseres Volkes, zurückzuführen ist? Man kann dieses Phänomen mit dem heute verpönten Wort „Volksgemeinschaft“ belegen. Die Volksgemeinschaft war in unserem Volk schon wirksam, noch ehe man das Wort geprägt hatte, und das war sie nach einer unerhörten Stärkung auch noch, als man dieses Wort nicht mehr hören wollte. Also umschreiben wir ihr Wesen als das zwangfreie Zusammenspiel von Gemeinsinn, Disziplin, Zielstrebigkeit, Vorausdenken, Organisationsfähigkeit, Pflichtgefühl, Ordnungssinn und Vertrauen innerhalb unseres Volkes in der Gestalt, wie wir es noch etwa bis in die Mitte der 1960er Jahre darstellten. Es waren die Jahre des sogenannten Wirtschaftswunders. Dann begannen die Folgen der Umerziehung, der Anbetung des Geldes und des wachsenden Zuzugs Fremdvölkischer zu wirken. Die Solidargemeinschaft – als einer der Aspekte der Volksgemeinschaft – verfiel, und es traten die unerfreulichen Begleiterscheinungen einer pluralistischen Gesellschaft hervor. Wenn diese Gesellschaft zudem noch kulturell und rassisch gemischt ist, bricht sie in Krisenlagen auseinander, wie es vor einigen Jahren nach dem Wirbelsturm „Katrina“ in New Orleans zu beobachten war. Derzeit erleben wir es in Syrien.

Verlust der Staatlichkeit

Inzwischen haben wir bis zu den mittelgroßen Städten herunter ghettoartige Wohnviertel, in denen für die dort erst eingesickerten, dann vorherrschend gewordenen Kulturfremden unsere Gesetze nicht gelten. Sie sind Tabuzonen für Deutsche, für die Polizei und Behörden. Das heißt, innerhalb der Bundesgrenzen ist die Staatlichkeit gebietsweise schon seit Jahren aufgehoben. Da dies so geduldet und sogar gefördert wird, darf man feststellen, daß die Bundesrepublik ihre Staatlichkeit überhaupt aufgekündigt hat. Die praktische Auswirkung erleben wir seit dem Spätsommer dieses Jahres. Die Bundesrepublik ist nicht mehr willens und nicht mehr in der Lage, ihre Grenzen vor unkontrollierter Einwanderung und damit vor fremder Landnahme zu schützen. Der klassische Staat hat bei uns abgedankt. Das erfüllt gewisse politische Parteien mit tiefer Befriedigung, und auch die Kirchen fühlen sich in diesem Milieu wohl und pflegen ungestört das widerrechtliche Kirchenasyl. Sie alle werden sich damit ihre Zukunft nicht erkaufen. Dem Zerfall des Staates und seiner Rechtsordnung folgt die Auflösung der Volksgemeinschaft. Was in diesen Tagen geschieht, muß das Vertrauen in das Staatswesen überhaupt zerstören – also ein Kulturbruch.

In der Bundesrepublik ist die systematische Zersetzung der Staatsidee praktisch vollendet. Die Vorstellung des Staates als die schützende und zukunftorientierte Selbstorganisation des Volkes in seiner Art – die Nation – wird von unseren höchsten Repräsentanten als überlebt erklärt. Die werden sich noch wundern! Als Folge davon stehen wir heute am Ende von Volk und Staat der Deutschen – oder wir stehen vor einer Wiederbelebung unserer Volksgemeinschaft. Was von beidem eintreten wird, entscheiden wir Deutsche selbst, nicht eine kinderlose Kanzlerin.

Da ist es nun  bemerkenswert, daß die Beunruhigung über den staatlichen Zerfall der Bundesrepublik im Ausland wächst. Die Nachbarstaaten erkennen die eigene Gefährdung, die für sie von den offenen deutschen Grenzen und der Hilflosigkeit der Mitte Europas ausgeht. Sie beharren auf den Funktionen des hoheitlichen Staates, wie sie in der Neuzeit geschaffen wurden. In der Haltung einiger Nachbarvölker, wie der Ungarn und Slowaken, steckt ein Keim der Zuversicht. Zeigte sich nicht eine Seelenregung des neuen Europa, als der slowakische EU-Abgeordnete Sulik Anfang November in einer Asyldebatte im ARD–Fernsehen den ideologisch versteinerten Parteifiguren Ralf Stegner und Norbert Blüm das Grundgesetz und Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts ausdeutete? Er konnte freilich nicht mehr tun, als den anwesenden BRD-Vertretern die staatlichen Instrumente in der akuten Notlage ans Herz zu legen, die sie derzeit nutzen könnten, wenn sie nur wollten.

Zur gegenwärtigen Lage

Die jüngsten, den Islamisten zugeschriebenen Attentate – sowohl die echten, wie auch die als solche inszenierten – zeigen an, daß wir schweren Zeiten entgegengehen. Die herrschenden Schichten mögen jetzt alles tun, um die Völker mitten in Europa aufeinanderzuhetzen. Die daran gekoppelte doppelte Strategie einer lückenlosen Überwachung ihrer eigenen Völker einerseits und der Kriegführung gegen Syrien usw. andererseits wird aber schwerlich zur Verewigung ihrer Macht taugen. Entweder werden sich die Völker Europas dazu aufraffen, die Führungsclique zu stürzen oder aber die zur Konfliktbereicherung herbeigerufenen islamischen Völker laufen ihnen aus dem Ruder und nehmen Rache für die historischen Schandtaten der Kolonialstaaten in den vergangenen Jahrhunderten und bis zur Gegenwart. Eines dieser Opfer, Gaddafi, hatte die heutige Einwandererflut vorausgesagt für den Fall, daß die Einsicht des Westens ausbleiben sollte.

Wir Europäer werden den kürzeren ziehen, wenn unsere Führung nicht zum Einlenken gegenüber den drangsalierten Völkern des Nahen und Mittleren Ostens bereit ist. Denn diese handeln aus einer religiösen Kraft heraus, der wir nichts entgegenzusetzen haben. Das heißt, mit ihren Selbstmordattentätern können sie das gesamte öffentliche Leben des Westens zerfetzen. Es ist ein blinder Wahn, in dem Frankreichs Präsident Hollande glaubt, mit seinen eigenen und den übrigen Nato-Bombern den Sieg über den „Islamischen Staat“ erringen zu können und so das Problem zu lösen. Viel eher kommt es zu einem Afghanistan in Europa.

Inzwischen hat sich unsere Bedrohung dramatisch zugespitzt. Kanzlerin Merkel spricht jetzt nicht mehr von der humanitären Verpflichtung zur Aufnahme der Millionen von Flüchtlingen und Asylbewerbern, sondern von ihrer Umsiedlung nach Deutschland. Auf dem CSU-Parteitag Ende November hat sie es abgelehnt, sich zu einer Obergrenze der Einwanderung zu bekennen. Dieses Nein ist eine verschlüsselte Kriegserklärung der Kanzlerin an das eigene Volk. Das schafft eine neue Lage: Uns stellt sich die Existenzfrage. Merkel bestätigt die Befürchtungen all jener Deutscher, die als Pack, Fremdenfeinde oder Rechtsradikale beschimpft bzw. angeprangert werden. Hat sich dieses Falschspiel gegen „Rechts“ jemals so unbedacht entlarvt wie durch den „Offenbarungseid“ der Kanzlerin vor der CSU? Der „Kampf gegen Rechts“ ist demnach als eine überholte Propaganda-Farce abzuhaken. Die Folgerung daraus müßte ein breites Bündnis aller Kräfte sein, die an Deutschland noch festhalten.

Ideelle Grundlagen und die politische Ziele

In diesem Bündnis können folgende Gedanken und Grundsätze vertreten werden, die dem inneren und äußeren Frieden dienen.

Ein vorrangiges politisches Ziel der Zukunft ist es, unsere kulturelle Geschlossenheit wieder herzustellen. Es ist jetzt nicht zu erörtern, wie das im einzelnen nach und nach zu erreichen ist. Unter den Eindruck der fortschreitenden Islamisierung Europas ist der erste Schritt dorthin jedenfalls eine Aussöhnung mit den islamischen Völkern. Der Westen wird den islamischen Völkern Verhandlungen mit dem Ziel einer ehrlichen Partnerschaft anbieten müssen.       Huntingtons „Kampf der Kulturen“ muß nicht stattfinden, wenn diese ihre Einflußbereiche abgrenzen. Der Westen muß sein Militär und die Ausbeuterkonzerne aus dem arabisch-afrikanischen Raum zurückziehen. Sodann muß eine gegenseitige, wehrhafte Achtung der Lebensräume, also für die europäischen und die arabisch-afrikanischen Völker vereinbart werden mit der Folge einer Rückführung der Fremdvölker aus Europa in ihre Herkunftsländer. Das ist auch der Weg zur Aussöhnung mit dem Islam, weil dessen kulturelle Welt nicht mehr mit derjenigen Europas in Konflikt geraten kann, wenn seine Träger nicht mehr zwischen uns leben.

Unter diesen Überlegungen mögen sich nun ebenfalls Wunschvorstellungen tummeln, gewiß. Aber allein sie bieten uns einen Hintergrund für Zukunftsvorstellungen von einem erneuerten Europa, an denen wir arbeiten müssen, statt uns selbst aufzugeben. Sie haben wenigstens den Vorzug friedfertig zu sein.

Für die Geisteshaltung, die unseren Kulturraum wieder zu früherer Blüte führen kann, soll –um nur die Richtung anzudeuten – der hochangesehene Leiter einer bayerischen naturwissenschaftlichen Anstalt, Professor Reinhard Demoll, zitiert werden. In seinem Buch “Ketten für Prometheus”(1954) schreibt er im Eingangskapitel „Pseudokultur“ folgende Sätze: „Kultur ist die Art, die Welt zu erleben. Kultur heißt Streben nach Hinaufentwicklung, heißt Steigerung aller geistigen Fähigkeiten, ist edelster Kult an der Seele, ist Dienst an dem Gott in uns. Zivilisation dagegen ist Streben nach Beherrschung der Umwelt ohne Rücksicht darauf, ob dies geistige Förderung bedeutet oder nicht. – Kultur kommt wesentlich vom Gefühl her, Zivilisation ist ein Kind des Intellekts. Kultur charakterisiert das Geistesleben eines Volkes, Zivilisation verwischt es. Denn Kultur ist völkisch bedingt.“

Solche Worte nehmen wir gern als weitere Bestätigung unserer ideellen Grundlage. Als einer der wichtigsten Grundsätze für die politischen Zielvorgaben ist daraus abzuleiten, daß Geld und Profit aus ihrer Rolle als Leitlinien der Politik zu verbannen sind. Damit hätten dann unter anderem auch die Illusion eines unendlichen Wirtschaftswachstums und der profitable Waffenexport in alle Welt ausgespielt. Der Primat im politischen Handeln muß dem eingeräumt werden, was der Stärkung einer Volksgemeinschaft dient. Sie bildet die Grundlage für unsere kulturelle Identität, für die soziale Sicherheit und damit für den inneren Frieden.

Wir müssen die guten Stücke des europäischen Geisteserbes wieder hervorholen. Dies sind die erprobten Elemente einer zeitgemäßen, zukunftsfähigen Staatlichkeit und einer nationalen Volkswirtschaft. Auf allen Gebieten des Volkslebens sind die Ansatzpunkte aufzusuchen, die auf eine Wiederbelebung der Volksgemeinschaft hinwirken. Die Denunziation dieses Begriffs ist angesichts der unerträglich gewordenen gesellschaftlichen Verwerfungen unbeachtlich geworden. Die Wiederbelebung der Volksgemeinschaft ist eine Empfehlung an alle Völker Europas

Im Bewußtsein des Einzelnen und der Gemeinschaft wird darüber hinaus wieder fest zu verankern sein, daß wir als natürliches Glied zwischen den Ahnen und den Kommenden Pflichten haben, die über unser Fortleben als Volk entscheiden.

Es lebe das Europa der freien Völker

A.M. Dezember 2015

B.

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