Erbgut

Du trägst ewiges Erbgut in deinem Blut.

Das gute Blut ist unser wahrer Reichtum.

Das Höchste und Heiligste, das dem Menschen von der Natur fiir sein Dasein mitgegeben wird, ist sein Erbgut. Dieses Gut läßt sich nicht durch Geld und Gold erwerben oder mehren, und umschließt nicht Dinge, die gekauft oder veräußert werden können. Es ist ein Gut, das zu verwalten und weiterzugeben wir von unserem Schöpfer anvertraut bekamen. Es liegt verborgen in tausend und abertausend lebendigen Zellen, die wie Schatzkammern in unserm Körper schlummern. Sie sind die Träger unseres Lebens und Schicksals und enthalten alle Erbtümer des Leibes und der Seele unserer Ahnen seit Jahrtausenden. Gestalt und Wesen, Gefühl und Wille, Gedanke und Tat haben in diesen unscheinbaren Gebilden ihren Ursprung, schöpfen aus ihnen Kraft und Eigenart. Dies Erbgut entscheidet über Glück und Leid, Erfolg oder Verderben eines Menschen; es macht ihn gut oder schlecht, stark oder schwach, begabt oder unbegabt.

Dies kostbare Gut mußt auch du kennen und pflegen; du mußt die Lebensgesetze des Blutes verstehen und ihnen so dienen, daß du ihnen dein ganzes Leben weihst. Du mußt vor allem die wertvollen Anlagen, und guten Eigenschaften, die von deiner Ahnen her in dein Blut geflossen sind, hegen und pflegen, sie fördern und zur Entfaltung bringen, sie gegen die Not und Ungunst der Umwelt erhalten und durchsetzen. Aber du mußt auch die Dunkelheiten, die durch dein Blut huschen, und die bösen Neigungen, die in dir spuken, mit offenen Sinnen erkennen. Du sollst wissen, wo bei deinen Ahnen ein Zweig schwach geworden war, und weshalb die Nachkommen des einen oder anderen Ahnengliedes entarteten und verkamen. Oft war der Alkohol der Schädling, der die Keimzelle, diesen wundersamen Behälter der Erbschätze untauglich machte oder zerstörte. Auch ein erbkrankes Glied, kann Unglück und Fluch, unausrottbare Krankheit oder Minderwertigkeit in den Erbstrom bringen. Vor allem achte auf die Krankheiten und Todesursachen, die auffallend häufig unter deinen Vorfahren auftreten. Vor ihnen mußt du besonders auf der Hut sein und dich durch eine gesunde und natürliche Lebensweise, durch richtige Gesundheitspflege und vernünftige Leibesübungen kräftigen und stählen.

Du kannst deine schwachen Anlagen und bösen Neigungen zwar nicht ausmerzen, aber kannst sie in dir unterdrücken, und sollst vor allem die wert vollen Kräfte in dir entfalten und steigern.

Du kannst das Erbgut deiner Ahnen schänden oder ehren, kannst es verantwortungslos vergeuden oder verantwortungsbewußt im Lebenskampf einsetzen. In dieser Hinsicht bist du Herr deines Willens und damit Herr deines Schicksals. Darin hat uns der Schöpfer ganz eindeutig weit über das Tier hinausgehoben.

Dieser Wille ist der göttliche Funken in dir, der dich zum Herren deines Erbes, zum mitverantwortlichen Gestalter deines Schicksals macht. „Wo ein Wille ist, da ist immer auch ein Weg!“

 

Du bist nicht heute und bist nicht morgen. Du bist tausend
Jahre vor dir und bist tausend Jahre nach dir.
Tausend Jahre vor dir haben ihr Blut gehütet, daß du so
wurdest, wie du bist.
Hüte dein Blut, daß die Geschlechterfolgen der tausend
Jahre nach dir dir Dank wissen.
Das ist der Sinn des Lebens, daß Gott wach wird im Blute.
Aber nur im reinen Blute ist Gott.

(Wulf Sörensen)

 

Deine Ahnen sind Unser Volk von einst.

In dir lebt, das Erbgut von Millionen Ahnen, das Blut deines ganzen Volkes. Hinter deinen 2 Eltern stehen 4 Großeltern, 8 Urgroßeltern und so fort. Mit jeder früheren Ahnenfolge verdoppelt sich die Zahl deiner Ahnen. In der 25. Generation sind es schon mehr als 33 Millionen. 25 Generationen, das sind etwa 600 Jahre. Von jedem dieser 16 Millionen Männer und 16 Millionen Frauen bist du ein Teil, ein Hauch, eine Empfindung, ein Gedanke. Alle leben sie noch in deiner Gestalt und deinem Wesen unsterblich bis heute. 16 Millionen Männer und 16 Millionen Frauen haben an dir gewoben, haben vererbt, verstärkt oder ausgelöscht. Das ganze Volk von damals sind deine Ahnen, wie sie unser aller Ahnen sind. So ist auch die Geschichte deines Volkes deine eigene Geschichte. Unser gemeinsames Blut und unsere gemeinsame Geschichte macht uns zu Brüdern. In dieser großen Gemeinschaft lebt auch dein Blut, deine Seele weiter. Es lebt in deinen Taten und Werken, deinem Denken und Träumen und wird einmal in deinen Kindern und Enkeln sein.

Das starke Blut der germanischen Bauern und Krieger, der Recken und Helden der Völkerwanderung, der edlen Ritter und mächtigen Könige aus der Glanzzeit des Ersten Reiches lebt in dir.

In dir ist das Blut der Sänger und Dichter der Volkslieder und Heldensagen, der Meister, die Dome erbauten, und der Maler und Bildschnitzer unsterblicher Kunstwerke.

Das Blut der Bürger lebt in dir, der reichen und stolzen Erbauer der Städte und Burgen, der kühnen Kaufleute und Hanseaten, die den deutschen Namen in alle Welt trugen.

In dir pulst auch das Blut der Siedler, die nach Ostland zogen und mit Schwert und Blut dem Reiche neues Land gewannen.

Aber ebenso in dir ist das Blut der armen und geknechteten Bauern, die in furchtbaren Aufständen sich gegen Knechtschaft und Herrenwillkür erhoben. Und es lebt das Blut der Freiheitskämpfer von 1813 in dir, die die napoleonischen Ketten zerbrachen und das Vaterland retteten.

In dir ist das Blut der Helden des Weltkrieges, die in den Gräben und Trichtern Frankreichs, in den Ebenen Rußlands, auf den Felsen der Alpen oder in den Wüsten Afrikas ihr Leben rur Deutschland hingaben.

Eine dunkle Gemeinschaft sind wir von Lebenden, Toten und Kommenden, Kind! Wir, Deutschland!

Immer, wie durch die Welt ein Herz, schlägt deines Volkes Blut in dir, in dieser Erde Erz, nimmer entgehst du ihm.

Und eine dunkle Gemeinschaft sind wir von Lebenden, Toten und österlich Auferstehenden, Kind! Wir, Deutschland!

(Hans Friedrich Blunck)

 

Familien bauen das Volk.

„Löse mich ab!“  Diese Inschrift findet sich an einer mächtigen, schön geschnitzten Eichenholzsäule in der Mitte der Diele eines alten deutschen Bauernhauses. Schon fast 300 Jahre trägt diese Säule das schwere Deckengebälk. Was wollen diese seltsamen Worte sagen? Zunächst wohl bedeuten sie, daß auch diese starke Säule aus kernigem Eichenholz, die von den Ahnen gesetzt wurde, einmal altersschwach und morsch werden wird, und daß sie durch einen neuen, kräftigen Stamm ersetzt werden muß, wenn nicht der Bestand des Hauses gefährdet werden soll. Bis dies aber geschieht: wieviel Ablösung vollzieht sich in diesem Zeitraum unter den Bewohnern des Hauses? Wieviel Geschlechter wechseln inzwischen? Und das ist wohl der tiefere Sinn dieser Inschrift: die ganze Sippe ständig an Tod und Wiedergeburt innerhalb ihres Geschlechts zu erinnern, und so könnte der Satz als Mahnung und Forderung in jedem Hause, in jeder Familie stehen. Er wendet sich vor allem an euch, Jungen und Mädel. Ihr müßt einmal das müde, alternde Leben ablösen, müßt all die schweren Pflichten, die harten Sorgen und Mühen eurer Eltern übernehmen, müßt später selbst eine neue Familie gründen und durch sie euer Geschlecht erhalten.

Es gibt keine deutsche Geschichte und Zukunft ohne ausreichendes deutsches Blut. Auf die Kinder unseres Blutes kommt es an! Wenn das Blut unser einziger, wahrer Reichtum ist, dann sind die gesunden, kinderreichen Familien die größten Schatzkammern unseres Volkes und die Kinder, die Träger und Sicherer lebendiger Ewigkeit.

Familienpflege ist immer zugleich auch Dienst am Volke, Sorge und Wille zur gesicherten Zukunft gesunder Geschlechter. Die hohe Bedeutung der Familie für den Staat kann in folgendem Satz zusammengefaßt werden:

„Der nationale Staat erkennt die Familie als Urzelle des Staates an und rückt sie in den Mittelpunkt der Staatspolitik.“

Vergeßt nicht die Geschichte, die euch lehrte, daß selbst hochbegabte Völker nach dein Zerfall ihrer Familien untergingen, daß ihre Länder und Kulturschätze zum Raube fremder Einwanderer wurden.

Sanken Menschen je tiefer in die Abgründe tierischer Triebe und, entmenschter Grausamkeit, als drüben in Sowjetrußland, wo die Ehen zerstört und die Familien vernichtet wurden, wo man nicht Vater, nicht Bruder und, Schwester mehr kennt? Es verwüstet das Leben, wo die sterben.

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