Ein neuer Ethos

Wir winden uns durch ein Dickicht von Zersetzungs- und Zerfallserscheinungen in unserem Land, durch ein Gestrüpp von Verblendung, Selbstbetrug und Gleichgültigkeit im eigenen Volk. Dabei hoffen wir unentwegt, schließlich doch noch freie Gefilde für eine deutsche Zukunft zu erblicken.

Die Gefahr liegt jetzt darin, daß wir unter dem Druck der Widerwärtigkeiten den Überblick verlieren. Uns ist klar, daß ein innerer Befehl uns zwingt, um das zu ringen, was unserem Volk wesenseigen ist und was ihm in der Völkergemeinschaft zusteht. Aber wir täuschen uns selbst, wenn wir glauben, den Kampf in einem täglichen Kleinkrieg entscheiden zu können. Mancher hofft immer noch auf Erfolge einer Partei, die deutsche Interessen vertritt – auch eine Selbsttäuschung! Wir müssen die Tatsache anerkennen, daß wir auf den Feldern der veröffentlichten Meinung und der Parteipolitik völlig einflußlos sind. Selbst wo wir das Recht auf unserer Seite haben, verliert es sich im Schweigen der Presse oder verpufft vor den Finten der Justiz. Das Wort wird uns im Mund umgedreht, und vernünftiges Urteilen wird lächerlich gemacht. Aufrüttelnde öffentliche Auftritte werden verboten oder eingeschränkt, weil sich andernfalls der Straßenmob zum Zuschlagen „gezwungen“ sehe – eigentlich ein Widerspruch, denn der wird ja dafür vom Bund bezahlt!

 Anstoß zur Selbstkontrolle

Die Auflösung von Volk, Staat und Kultur geht ungehindert und unaufhörlich weiter. Aus den Schulen sollen ideologische Zuchtanstalten für die Kinder werden. Die Anforderungen am Gymnasium werden laufend gesenkt, damit auch Minderbegabte und Sprachunkundige zu einem „erfolgreichen“ Abschluß gelangen. Auf eine gediegene, breit angelegte Fachausbildung wird verzichtet; dafür sollen Fachkräfte aus dem Ausland kommen. Der Bundespräsident wirbt deshalb in Indien für die Einwanderung nach Deutschland.

Aber die Allgemeinheit schaut über die Austreibung der Vernunft hinweg und lächelt zufrieden. Die Zeit schreite halt fort, und was früher galt, müsse doch heute nicht mehr gelten, sagen unsere braven Leute. So ist das.

Also gut! Dieser Irrsinn ist uns bekannt. Es ist demnach unnötig, ihn an dieser Stelle noch weiter auszuwalzen; das entspräche nur der alten Übung, in die wir zu leicht immer wieder verfallen. Gerade dagegen soll hier angegangen werden! Denn wir müssen endlich erkennen, daß es die Feindseite gerne sieht, wenn wir unsere Kräfte mit nutzlosem Schimpfen, Widerlegen und Verbesserungsvorschlägen vergeuden. Dann sind wir beschäftigt, und man vergönnt uns sogar ab und zu die kleine Genugtuung, einen Nadelstich oder einen vermeintlich treffenden Hieb gelandet zu haben;  am Ende bleiben wir doch wieder erfolglos. Den Großen Plan und die Macht zu seiner Verwirklichung haben ja die anderen in Händen.

Das ist das Stichwort! Pläne werden auf der geistigen Ebene ersonnen, ausgearbeitet und umgesetzt. Diese Ebene ist das eigentliche Schlachtfeld, auf dem unser Ende als Volk entworfen und vollzogen werden soll. Hier müssen wir uns einnisten. Wir sind in ein geistiges Ringen verstrickt.

Die Gegenspieler treffen sich auf einem neuen Spielfeld

Diese Einsicht muß für unsere Haltung und für unser Handeln maßgebend werden! Auf der Straße und in den Medien, wo wir nicht Macht noch Wirkung haben, lassen wir uns nicht länger ernsthaft auf Auseinandersetzungen oder auf Anläufe dazu ein! Lediglich bei Geplänkel und Nadelstichen darf es bleiben, also beim täglichen Kleinkrieg – als Nebenkriegsschauplatz! Unsere Hauptanstrengungen sind vielmehr auf das geistige Kampffeld zu verlegen. Das bedeutet einen Bewußtseinswandel und einen Strategiewechsel. Das Kampffeld wird dabei unübersichtlicher und der Kampf vielseitiger auch in den Mitteln. Jedenfalls kommt uns dabei die elektronische Revolution zustatten. Denn der Einfluß der sogenannten Medien schwindet, und es wächst der Einwirkungsbereich des elektronischen Weltnetzes. Hier können geistige Ströme fließen, die sich vorerst noch nicht so leicht austrocknen lassen. Damit hat das geistige Ringen eine neue Dimension hinzugewonnen, wenn auch – für sich genommen – nur eine technische; ausschlaggebend ist der geistige Hintergrund, vor dem es sich abspielt.

Wie in Presse, Funk und Fernsehen, so ist auch im Weltnetz die „Antifa“ in einem weiten Sinn tonangebend (z.B. Wikipedia!), also nicht nur die „Antifaschistische Aktion“ allein. Die Antifa ist der Gegenspieler. Er hat sich geistig selbst amputiert, was er mit seinem „Anti-“ oder „gegen Rechts!“ –Motto unfreiwillig zugibt. Denn eigene positive Zukunftsbilder kann der sog. Antifaschismus offensichtlich nicht bieten. Er steht heute ohne Faschismus herum; aber er muß halt gegen etwas sein. Was er vorweisen kann, sind lediglich die Folgen naturwidriger Ideologien, also die Mißstände, die er selbst zu verantworten hat. Darin erkennt er stolz den Beweis dafür, daß er das Bürgertum erledigt hat. Tatsächlich hat er das Gemeinwesen auf das Niveau einer Raubtiergesellschaft zurückgedreht. Da ist es nur folgerichtig, daß der Antifaschismus nun dem Kapital als nützlicher Idiot im Kampf gegen den Fortbestand der gewachsenen Völker dient. Denn ein Feindbild muß her, von dem er geistig und emotional leben kann. Also erklärt die „Antifa“ die Urgründe der Kulturentfaltung zum Feind; dieser ist für sie Volkstum und Nation. Das ist instinktiv richtig empfunden, aber als geistiger Hintergrund doch recht erbärmlich. Aber gerade so zeigt sich das wahre Bild der Medienlandschaft. In diese Landschaft fügt sich auch die hochgelobte FAZ ein. Nicht nur ihr pennälerhaftes Feuilleton sondern auch ihre Grundausrichtung zeugen dafür. Nachweise liefern ihre Berichte und Kommentare zu den Gedenkveranstaltungen in Dresden oder jüngst die beiläufige Berichterstattung über den Antifa-Terror anläßlich des Akademikerballs in Wien. Dieser Tage vertauscht sie – nach Antifa-Manier – im Falle Ukraine und Krim Ursache und Wirkung. Dabei enthüllt sie durch ihre Hetzkanonaden gegen Rußland und dessen Präsidenten bedenkenlos, wo ihre Kommandozentrale sitzt. – So viel zur Antifa!

Die volksverbundene Seite kann ihren geistigen Horizont auf dem schmalen publizistischen Sektor, der ihr verblieben ist, auch wegen der erzwungenen Selbstzensur nicht ausschreiten. Trotzdem kommt es noch oft genug durch Denunziation zum Eingreifen des Staatsanwalts oder der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“. Das gilt genau so auch für die „Auftritte“ im Weltnetz, wie die Fälle Axel Möller in der BRD oder Gottfried Küssel in Österreich zeigen. Nun ist aber zu betonen, daß diese beiden Opfer der Gesinnungsjustiz vor allem dort operieren, wo von nun an die „Nebenkriegsschauplätze“ liegen müssen.

Vorwärts zu einem neuen Ethos!

Jetzt muß den Vorrang alles das haben, was zur geistig-seelischen Wiedergesundung unseres Volkes beiträgt. Auf diesem Feld sind die Fallen der „Volksverhetzung“ oder der „Wiederbetätigung“ leichter zu umgehen. Ohnehin muß hier die Saat ausgebracht werden, die vielleicht noch einmal eine Ernte bringt.

Hierfür bietet nun das „Weltnetz“ seine großen Vorteile an. Von tausend winzigen Zellen einer geistigen Sammlung können Anregungen, Hinweise, Wissen und Gedanken ausgehen und zusammenfinden. Sie müssen in der Summe ihrer Wirkungen zu einer geistigen Macht heranwachsen. Eine historische Parallele könnte uns in Wehmut versetzen und doch auch Ansporn sein. Schon in der Franzosenzeit suchte Achim v. Arnim, durch Rückbesinnung auf die deutsche Geschichte sowie durch religiöse und nationale Vertiefung an der Erneuerung des deutschen Wesens mitzuwirken. – Damit ist zugleich das Grundanliegen unseres Auftrags beschrieben.

Es muß sich – zunächst überwiegend im elektronischen Austausch – ein fruchtbares Gedankengeflecht entwickeln. Das kann anonym sein, wie das bei verschiedenen „Nachrichtenportalen“ und „Blogs“ üblich ist. Auf diesem Weg finden vor allem die Jüngeren mit Gespür und Sehnsucht zu ihrem Volk zurück. So fand sich kürzlich unerwartet eine Ausarbeitung, die auf der Grundlage umfangreicher Literatur mögliche Maßnahmen gegen den Volkstod aufzählte.

Das „Netz“ ermöglicht aber auch fast „fließende Gespräche“ und den unmittelbaren Austausch zwischen persönlich Bekannten über große Entfernungen hin und bis nach Österreich.

Themen sind die religiöse Frage, die Philosophie, die Geschichte, Literatur und Dichtung, die Künste, die Musik, Staatstheorie, Wirtschafts- und Finanzordnung, Bauerntum, Volksgesundheit, Familienförderung, Bewahrung des Lebensraumes und so weiter bis hin zu Überlebensfragen und zu den Möglichkeiten des passiven Widerstandes. Alle Studien und Gedanken müssen sich auf das Wohl unseres Volkes beziehen und unser Geisteserbe neu erschließen. Denn unsere Kraftquelle ist die geistige Gestalt unseres Volkes, so wie sie sich in seiner Geschichte allen Widerständen und allem Unglück zum Trotz entwickelt hat. Wir dürfen ruhig sagen, daß unsere Volksgestalt unvergleichlich ist. Denn es ist ein Füllhorn schöpferischer Leistungen, das unser Volk auf allen Gebieten der menschlichen Entfaltung für sich erworben und damit der Welt geschenkt hat. Wenn das ganze Wissen davon wieder aus dem Vergessen geholt, gewürdigt und lebendig wird, dann wird es zum Rückgrat unserer wiedergewonnenen Selbstgewißheit. Es wird zur Verpflichtung und zur Grundlage eines neuen Aufbruchs aus den „amerikanischen“ Niederungen, in die wir getrieben wurden. Altes und neues Wissen müssen sich zu klaren Vorstellungen und Lösungswegen verdichten.

Wege zur Erneuerung

Der geistig-seelische Einbruch unseres Volkes ist zweifellos eine Folge seiner Umerziehung und ist die tiefere Ursache für seine Selbstpreisgabe. Deren verheerendste Auswirkung ist die Geburtenverweigerung. In einem weiten Sinn lebt unser Volk in einem religiösen Vakuum, das die christlichen Kirchen mit ihren biblisch-dogmatischen Lehren im heute erreichten Entwicklungsstand des naturwissenschaftlichen Denkens nicht mehr füllen können. Das natürliche religiöse Verlangen des Menschen besteht aber fort. Vermutlich kann es sich heute nur noch in einer freudigen Lebens-„Religion“ erfüllen. Eine solche muß auf naturwissenschaftlicher Grundlage wieder in die All- und Naturverbundenheit unserer Ahnen einmünden. Dieser Weg muß aber bewußt angeregt und begangen werden. Das Gespür für diese Lage und für ihre lebensentscheidende Bedeutung scheint sich auszubreiten. Zwei Beispiele seien vorgestellt. Es sind zwei Bücher, die jetzt erschienen sind. In dem einen Fall ist es der Titel „Die christliche Verfälschung der germanischen Ur-Kultur“ von Michael Frank (Nordland-Verlag, Fretterode). Der andere Titel lautet „Unser letzter Ausweg! Gegen die Entfremdung – Rückbesinnung auf deutsche Kultur“ von Werner Kunze (Hohenrain-Verlag, Tübingen).

Das erstere Buch ist aus der Elternsituation in einem katholischen Umfeld hervorgegangen. Die Eltern von vier Kindern mußten als bewußte religiöse Heiden den Zwiespalt überwinden, in den die Kinder durch den Schulunterricht gerieten. Sie hielten für ihre Kinder einen eigenen „Religionsunterricht“, in dem sie zwar nicht an die Erlösungslehre als die christliche Wurzel herangingen. Aber sie bahnten den Kindern den Weg zu unseren wesenseigenen religiösen Quellen, indem sie ihnen vorführten, daß und wie die christlichen Feste und Bräuche durch Überprägung germanischer Überlieferungen entstanden sind. In 25 „Lektionen“ schält der Verfasser die christlichen Verfälschungen ab und zeigt die Feste des Jahresganges und der Familie als freudige und ernste Festpunkte für Gemüt und Seele im Leben. Zur Aufklärung über das Wesen des Christentums und des „Heidentums“ fügt der Autor eine umfangreiche Sammlung von Nachweisen bei. – Das Buch bestätigt, wie berechtigt es ist, die Warnung zurückzuweisen, daß man unseren Leuten das Christentum nicht wegnehmen dürfe, weil man ihnen nichts an dessen Stelle anbieten könne. Nein, wir haben unser Eigenes, unsere wesensgemäße Seelennahrung; man muß sie nur wieder ausgraben! Und dazu müßte den „verlorenen Christen“ leicht klarzumachen sein, daß wir auch in den christlichen Jahrhunderten stets nach unserer ererbten Sittlichkeit gelebt haben, nicht nach einer importierten!

Das Buch von Werner Kunze ist im Wesentlichen eine Ausgestaltung der hier vorgestellten These, daß wir in unserer nationalen und gesellschaftlichen Ohnmacht unser kulturelles Erbe wieder erschließen und daran anknüpfen müssen. Der Verfasser leidet offensichtlich unter dem elenden Zustand unseres Volkes; um die Beschreibung des Elends kommt er nicht herum. Selbst in seinem Versuch einer Wegweisung aus der Falle fällt er immer wieder in die Klage zurück.

Er verurteilt und bedauert die Umerziehung unseres Volkes zur primitiven amerikanischen Kultur als Seelenmord. Er fordert dann einerseits, die „Entdeutschung“ zu bremsen, betrachtet  aber andererseits die innere Zerstörung des deutschen Menschen durch seine psychologische Zwangsbehandlung als bereits gelungen, und dies als einen geschichtlich einmaligen Vorgang. Er sieht also streng genommen gar keinen Ansatzpunkt mehr für eine Umkehr. Werner Kunze verweist außerdem auf die alte, bis heute ungebrochene Mißgunst der Nachbarvölker und vor allem der westlichen Siegermächte. Er befürchtet, daß sie ein Wiederaufleben unseres Volkes aktiv verhindern, und dies durch millionenfache Masseneinwanderung absichern wollen. Es mutet wie eine Bestätigung dieses Verdachts an, was die Leiterin der „Amadeu-Antonio-Stiftung“, Anetta Kahane, vor einigen Wochen von sich gegeben hat. Sie bezeichnete „Weiße“ in Deutschland als ein Problem, das durch demographische Ausdünnung und Auflösung gelöst werden müsse. Marjan Parvand, eine Mitarbeiterin bei “ard-aktuell”, legte nach und beschrieb die “Problematik” deutscher Medien. Diese bestehe darin, daß es dort zu viele “Biodeutsche” gäbe, und zwar konkret “weiße Männer, verheiratet, christlich geprägt, mit ein oder zwei Kindern.” Gerd Honsik hat gegen die beiden Damen Strafanzeige beim General -bundesanwalt u.a. wegen Aufstachelung zum Rassenhaß gestellt. Es ist abzuwarten, ob die Behandlung des Falles die Zustandsschilderung von Werner Kunze bestätigen wird.

Wenn dessen Buch einen Hauch von Enttäuschung nachhängen läßt, dann ist es sein Mangel an kämpferischem Unterton. Das wiegt aber gering im Vergleich zu seiner gewichtigen Forderung, die Tagespolitik zu verlassen und statt dessen auf die geistige Bühne zu steigen. Dort finden sich dann zweifellos – und das wäre seiner Empfehlung anzufügen – noch genügend junge Deutsche, die das Wissen über den Umgang primitiver, selbsternannter Gotteskrieger mit uns Deutschen, einem Kulturvolk hohen Ranges, zum empörten Widerstand antreibt. Ihnen kann der Zuruf einer in Schweden geborenen Schriftstellerin, Peggy Parnass, noch ein zusätzlicher Ansporn sein: „Recht mickrig geworden, diese Deutschen!“

Dies zum Schluß:

Alles politische Treiben bleibt fruchtlos, solange in unser Volk der Glaube an sich selbst nicht zurückgekehrt ist. Die Erinnerung an die eigene Kraft macht aus der Fessel, in der es liegt, eine Knospe und bringt sie zum Entfalten.

A.M. April 2014

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