Eine kleine Religionsgeschichte

Schon am Ende der Altsteinzeit (10.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung) sind Opferhandlungen und Bestattungsrituale bekannt. Aus jener Zeit, in der bereits eine Besiedelung Amerikas und Australiens nachgewiesen ist, finden sich in Höhlen Südfrankreichs und Nordspaniens farbige Tierzeichnungen. Die über Jahrhunderte währende Seßhaftigkeit erlaubte den Siedlern und Gärtnern aus dem Norden eine exakte Kenntnis des Gestirns und daraus die Bestimmung der Zeit.

Am Anfang war die Sonnenverehrung

Die 7000 Jahre alte Zeitmeßanlage von Goseck (Sachsen-Anhalt) und der 5000 Jahre alte Steinkreis von Stonehenge (Südengland) sind ebenso Zeugen hohen astronomischen Wissens, wie die Sonnenscheibe von Nebra (rd. 3600 Jahre alt). Zeitmeßanlagen, zugleich auch Kultstätten, finden sich im gesamten Norden Europas bis zum Ural. Die Dolmen in Westeuropa und Nordamerika sind Künder einer hochstehenden Megalithkultur mit ausgereiften mathematischen und logistischen Fähigkeiten. Die Einteilung des Himmels in den Tyrkreis mit 12 mal 30 Grad und die Kreiszahl 3,14 waren bekannt. Den Völkern jener Zeit war die Sonnenreligion zu eigen, eine Verehrung jenes Sterns, der für alles Leben auf der Erde die Ursache ist. Das Wissen über den ewigen Kreislauf der Natur war selbstverständlicher Bestandteil des Lebens und Grundlage einer Erkenntnis, die den Menschen und alle Lebewesen als göttlich sah und mit bildhaften Darstellungen das Verständnis der Gottheiten förderte. Immerwährende Naturgesetze benötigten weder Dogmen noch Priesterkasten. Die Einheit von Mensch, Gott, Natur, Kultur, Wesen und Seele war gegeben, das Heil des Menschen war nicht gebunden an eine sonderliche Weise, denn „Gott hat im Menschen seinen Himmel groß und schön gemacht, edel und wohl. Er ist in seinem Himmel und der ist im Menschen“ (Paracelsus).

In dieser Weise waren auch die Götter der Ägypter, der Babylonier, Assyrer, Phönizier, Perser, Griechen und Römer stets Allegorien für ein tiefes Naturverständnis vom ewigen Werden und Vergehen: „Das Leben nährt sich aus der Asche des Vergangenen“ (Nietzsche).

Ihr Gottesbild war stets wesenhaft, ihrem Erleben, Fühlen und Denken verhaftet.

Die Juden

Kaum beachtet gab sich vor rund 4000 Jahren das kleine Nomadenvolk der Juden eine monotheistischen Religion mit „Urvater Avraham“. Die Existenz dieses Abrahams ist ebensowenig gesichert, wie diejenige des jüdischen Staatsgründers Moses um 1250 v. Ztr.

Gott Jahwe soll die 12 Stämme Israels, mit „Gesetzen“ versorgt, zu seinem „auserwählten Volk“ erklärt haben. Das selbstgegebene Auserwähltheitsbewußtsein mußte verhängnisvolle Folgen haben. Als jenes streitbare Nomadenvolk in ägyptische Gefangenschaft geriet und in Nubien (Äthiopien) Fronarbeit leisten mußte, ersann ihr Anführer Moses, vermutlich unter Ramses II. (1290-1224) eine List zur Einigung seiner Stämme. Er erfand eine Zusammenkunft mit Gott Jahwe, der ihn zum Erretter der Juden erhoben haben soll und führte sein Volk, Kraft der Findigkeit seiner am Hofe des Pharaos erworbenen Priesterausbildung aus Ägypten heraus.

Die sogenannten „fünf Bücher Moses“ (Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri und Deuteronium) bilden das „Alte Testament“, welches das „offenbarte Wort Gottes“ enthalten soll. Tatsächlich ist das „Alte Testament“ ein Konglomerat aus der Kultur- und Geistesgeschichte jener Völker, bei denen die Juden – ob freiwillig oder unfreiwillig – einzukehren pflegten, den Sumerern, Ägyptern, Babyloniern, Assyrern, Persern und anderen.
Die Geschichten vom Paradies, der Sintflut und vom Turmbau zu Babel sind Anleihen daraus.
Die fünf Bücher unbekannter Herkunft nahmen die Juden als ihr Gesetz (Tora) an, wobei neben einer Vielzahl sonderbarer Verhaltensvorschriften die Aggressivität der „Gotteslehre“ ausschlaggebend für ihr künftiges Verhalten sein sollte. Als Beispiele sollen die Auszüge aus dem 2. Buch, Kapitel 23 und dem 5. Buch, Kapitel 7 genügen:

„Wenn nun mein Engel vor dir her geht und dich bringt an die Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Kanaaniter, Heviter und Jesubiter und ich sie vertilge, so sollst du ihre Götzen umreißen und zerbrechen. Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst, und will dir alle deine Feinde in die Flucht geben.“

„Wenn dich der Herr, dein Gott in das Land bringt, darein du kommen wirst, es einzunehmen, und ausrottet viele Völker vor dir her […], die größer und stärker sind denn du, und wenn sie der Herr, dein Gott, vor dir dahin gibt, daß du sie schlägst, so sollst du keinen Friedensbund (mit den Überlebenden) schließen und ihnen keine Gnade erweisen […] Sondern also sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr zerreißen, ihre Säulen zerbrechen, ihre Haine abhauen und ihre Götzen mit Feuer verbrennen. Denn du bist ein heiliges Volk dem Herrn, deinem Gott. Dich hat der Herr, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern,
die auf Erden sind.“

Mit dieser von einigen findigen Personen erdachten Herrschafts- und Identitätsideologie konnten sich die Juden – trotz ethnischer Veränderung und Zerstreuung über die Völker der Erde – durch die Jahrtausende retten – bei entsprechender Beliebtheit. Für etwa 80 Jahre, unter ihren Königen David (1007-968) und Salomo (968-930) errichteten sie ihr Reich mit der Hauptstadt Jerusalem, das alsbald jedoch von den Assyrern und Babyloniern zerschlagen wurde. Die wechselvolle Geschichte des kleinen Judenvolkes wäre kaum der Beachtung wert, wenn sie nicht um das Jahr 70 nach unserer Zeitrechnung, Angesichts der Zerstörung ihres heiligen Tempels in Jerusalem durch die Römer, einen genialen Einfall gehabt hätten. Ihr Glaubensbruder Saulus (Paulus) deutete einen 40 Jahre zuvor von den Römern (auf Betrieben der Juden) hingerichteten hebräischen Wanderprediger, einen Jesus (Joshua) von Nazareth, als „Sohn Gottes“ um und gründete so das Christentum.

Das Christentum

Eine „Jungfrau“ Maria soll diesen Jesus „Christus“ auf sonderbare Weise empfangen haben, eine Anleihe von den ägyptischen Göttern Isis und Horus. Die „Muttergottes“ gebar Jesus, den „Sohn Gottes“, so wie Isis ihrerseits Horus gebar, den Sohn von Orion, dem höchsten Gott der Ägypter. Jesus und Horus waren sozusagen Gottessöhne auf Erden, die den Zweck einer besseren Bindung der Gläubigen an die Lehre erfüllten.

Schon der Gründungsmythos des Christentums war ein Plagiat. Die Jesusgestalt wurde aus der ägyptischen Götterwelt und der griechischen Mythologie zusammengeschustert. Das „Neue Testament“ steht dem „Alten“ in der Erfindungsgabe nicht nach. Aus einer Vielzahl von „Evangelien“ wurden bis zum Ende des 4. Jahrhunderts diejenigen des Matthäus, Markus, Lukas und Johannes als „göttliche Offenbarung“ erklärt. Auch hier finden sich überall Anleihen: Bei den ägyptischen Göttern Horus und Osiris, bei Herakles, Attis und der griechischen Dyonysos-Mythologie, beim babylonischen Tammuz und dem syrischen Adonis, ja sogar bei Buddha.

Mit dem sich rasch ausbreitenden Christentum gelang den Juden ihre ideologische Einflußnahme auf einen großen Teil der Erdbevölkerung auszudehnen. 392 hatte Theodosius I. (347-395) alle heidnischen Kulte verboten und die katholische Lehre zur Staatsreligion erklärt. Das Geheimnis der Ausbreitung dieser jüdischen Sekundärideologie liegt neben seinem mildtätigen, sozialen Anstrich in der Exklusivität ihres universalen Gottes, der außerhalb der Welt gestellt wird. Indem Gott „nicht von dieser Welt“ ist, übergibt man die gesamte Kommunikation und Interpretation einer selbsternannten Priesterkaste. Aus diesem Grund fand das Judenchristentum bei römischen und europäischen Herrschern den großen Zuspruch, weil es mit der „Erbsünde“ die Bereitschaft zur Untertänigkeit förderte und die Herrschaft „von Gottes Gnaden“ vererbbar machte. Die Feudalherrschaft war geboren. Mußten sich die Herzöge der Germanen mit kühner Tat immer wieder neu beweisen und konnten diese bei Mißerfolg oder schwindender Macht abgesetzt werden, blieb die Herrschaft nun dauerhaft in den Händen der Fürsten und Priester. Das römische Bodenrecht, ebenfalls von jüdischer Ideologie inspiriert, tat sein übriges: Erstmals konnte das freie Bodennutzungsrecht den Siedlern und Bauern entrissen, das Eigentumsrecht zur Grundlage dauerhafter Unterjochung gemacht werden: „Römisches Recht – der Freie wird zum Knecht.“ In tausend Kriegen wurden den Bauern von den Fürsten und Bischöfen ihr Land geraubt und die Sippen in den Frondienst gezwungen.

Mit Kreuzzügen, Glaubenskriegen, Ketzer- und Hexenverfolgungen senkte sich das Christentum wie ein schwarzes Leichentuch über Europa. Tausende „Ketzer“ wurden im Namen christlicher Nächstenliebe verbrannt. Im Namen der Barmherzigkeit floß das Blut der Hugenotten in Strömen. Unter der Flagge Christi wurden Millionen von Ungläubigen ausgerottet und im „Kampf gegen den Terror“ sterben noch heute täglich unschuldige Menschen. Alle Glaubensgrundsätze der „fünf Bücher Moses“, wie die Unduldsamkeit, der Hass auf Andersartige, die Geringschätzung der Frau und der Tierwelt, die skrupellose Ausplünderung von Mensch und Natur und die Feindschaft gegenüber der freien Wissenschaft, finden wir nun in Europa: Ein freiwilliger geistesgeschichtlicher Rückschritt.

Die christliche Geschichtsforschung hat dies alles in glorreiche Jahrhunderte umgelogen. Glorreich waren indessen nur der immer wieder aufflammende Widerstand und die Rückbesinnung auf die kulturellen Wurzeln einer freien Zeit. Die Sachsen, die Friesen, die Stedinger, die Bauern und Ketzer, anfangs auch die Protestanten und Eidgenossen und viele Denker und Forscher lehnten sich gegen die geistige Zumutung des Christentums auf.
Eine Ablehnung der in der Trinitätslehre verhafteten „Menschwerdung Gottes“ durch die arianischen Goten wurde 385 auf dem Konzil von Nicäa verworfen.

Die Herrschafts- und Rechtfertigungsideologie aus dem Orient hatte allerdings zu wenig Substanz um das Jahrtausende währende Naturverständnis der Siedler und Bauern mit ihrer Sagen- und Götterwelt zu verdrängen. Unter der Oberfläche einer aufoktroyierten Priester- und Fürstenherrschaft lebte das germanische Brauchtum, wie etwa die Verehrung der Menhire als Götteridole weiter. Auf dem Konzil von Nantes (658) erfolgte die Weisung, diese heidnischen Steine auszugraben und verschwinden zu lassen. Karls Gesetze (802) bedrohten jeden mit dem Tode, der weiterhin heidnische Bräuche pflegte. Da dies alles nicht zum gewünschten Erfolg führte, versuchte man durch die Integration heidnischer Bräuche und Symbole in die christliche Glaubenswelt das Problem zu lösen. Kirchen wurden oft auf heilige Plätze gestellt. Manche Kirchen sind mit Steinen von Thingstätten erbaut. Die „Geburt Christi“ trat an die Stelle der Geburt des Lichtes, der Wintersonnenwende. Die Maria ist „Materia“, das Sinnbild der Sonne, die das neue Jahr gebiert, weswegen es schwarze Madonnen gibt, als Symbol der dunklen Tage um den 21. Dezember. Das Osterfest (Auferstehungsfest) ist das germanische Fruchtbarkeitsfest, das die Auferstehung der Natur symbolisiert. Pfingsten war das Frühlingsthing, Fronleichnam der alte Brauch des Flurumganges und das germanische Erntefest wurde zum christlichen Erntedank. Die drei Bethen Ambeth, Barbeth und Wilbeth sind die drei Nornen als Symbol für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Viele Kirchen sind mit heidnischen Symbolen geziert. Der Priester macht mit erhobenen Armen die Man-Rune nach. Das Priesterkreuz ist eine verfremdete Hagal-Rune usw.

Islam, Hinduismus und Buddhismus

Zur vollständigen Darstellung seien hier noch kurz der Islam, der Hinduismus und der Buddhismus erwähnt. Nach der Schedelschen Weltchronik von 1493 ist Mohammed (um 610) der Sohn einer Hebräerin und eines Arabers. Würde dies zutreffen, wäre – wie Jesus von Nazareth – auch der Gründer des Islams jüdischer Herkunft. Tatsächlich nimmt der ebenfalls monotheistische und aggressiv-missionarische Islam nicht nur den jüdischen Urvater Avraham als Ibrahim zum Vater aller Völker an, er sieht viele biblische Gestalten inklusive Jesus als Propheten. Das islamische Glaubensbekenntnis „Schahada“ erklärt – wie das Judenchristentum – apodiktisch: „Es gibt keinen Gott außer Gott und Mohammed ist sein Prophet.“ Juden und Moslems betrachten Ungläubige als minderwertige Menschen.

Auch das Verhältnis zum Tier und das mit den Juden gemeinsame grausame Schächten, verrät keine Achtung gegenüber der Schöpfung. Der Konflikt zwischen Christen und Juden und Moslems und Juden ist kein Widerspruch, da es sich nicht um religiöse Konflikte, sondern um Kämpfe um die Vorherrschaft handelt, die mit religiösen Symbolen geführt werden.

Der Hinduismus besteht eigentlich aus mehreren Religionen und hat seinen Ursprung in Indien, wo vor rund 4000 Jahren arische Stämme eingewandert sind. So gibt es in den drei Veden und in der Religionspraxis starke Parallelen zu den alten Naturreligionen mit Opferriten und Beschwörungen. Eine politische Kraft entwickelte der Hinduismus im Kampf gegen die englische Besatzung (Gandhi, 1947).

Der Buddhismus entstand ebenfalls auf dem indischen Subkontinent durch Siddhartha Gautama (Buddha, um 560 vor Ztr.). Es handelt sich um eine Erkenntnisphilosophie mit naturreligiösem Hintergrund. Aus dem Buddhismus hervorgegangen ist der Shintoismus, der fast ausschließlich in Japan praktiziert wird. Shintō („Weg der Götter“) besteht aus einer Vielzahl von religiösen Kulten und Glaubensformen, die sich an die einheimischen japanischen Gottheiten (kami) richten. Kami sind Gottheiten, die die Form von Menschen, Tieren, Gegenständen oder abstrakten Wesen haben. Buddhismus und Shintoismus verlangen hohe Disziplin und entwickelten keine Beherrschungsansprüche, wie das dogmatische Judenchristentum.

Folgen des Christentums für die heutige Welt

Die katholische Kirche begründete ihre weltliche Macht mit der „Konstantinischen Schenkung“, einer um das Jahr 800 gefälschten Urkunde, die angeblich im Jahr 317 vom römischen Kaiser Konstantin I. ausgestellt worden sein soll. Darin wird Papst Silvester I. und seinen sämtlichen Nachfolgern auch die politische wirksame Oberherrschaft über Rom, Italien und die gesamte Westhälfte des Römischen Reichs geschenkt. Dies war die Ursache einer ganzen Serie von Kriegen zwischen Päpsten und Königen. Wer sich für die weiteren kriminellen Machenschaften der „Stellvertreter Gottes“ interessiert, möge Karlheiz Deschners „Kriminalgeschichte des Christentums“ lesen. Die Verhaltensweisen sämtlicher Kirchenfunktionäre, Bischöfe und Päpste können nicht losgelöst von der zugrundeliegenden Ideologie gesehen werden. Das Christentum ist die Lehre der Verstellung.

Die wesensbezogene Einheit von Mensch und Gott war mit der Ausbreitung des Christentums dahin. Erstmals konnte der Mensch „im Auftrag Gottes“ morden, rauben und brandschatzen und sich dabei ein gutes Gewissen machen. Merkmal des Christentums ist das Auseinanderklaffen von Wort und Tat. Sie reden von Barmherzigkeit und Liebe und bringen Tod und Ausbeutung. Sie sehen sich gerne in der Opferrolle und hassen alles Starke und natürliche, das nicht zu ihren Dogmen paßt. Die Geschichte der „Missionierung“ ist bis zum heutigen Tag eine Geschichte der rücksichtslosen Bereicherung. Die mehrfache Verwüstung Europas, die Ausrottung der Indianer, die Versklavung der Neger, die Ausplünderung und Verwüstung Afrikas, die gesamte geistige Verrottung unserer Zeit sind Leistungen des Christentums mit seiner Umwertung aller Werte. Keiner hat dies klarer gesehen als Friedrich Nietzsche:

„Man soll das Christentum nicht schmücken und herausputzen […] Das Christentum hat die Partei alles Schwachen, Niedrigen, Mißratenen genommen, es hat ein Ideal aus dem Widerspruch gegen die Erhaltungsinstinkte des starken Lebens gemacht; es hat die Vernunft selbst der geistig stärksten Naturen verdorben, indem es die obersten Werte der Geistigkeit, als irreführend, als Versuchungen empfinden lehrte […] Es ist notwendig zu sagen, wen wir als unsern Gegensatz fühlen: — die Theologen und alles, was Theologen-Blut im Leibe hat – unsere ganze Philosophie […] Man muß das Verhängnis aus der Nähe gesehen haben, noch besser, man muß es an sich erlebt, man muß an ihm fast zugrunde gegangen sein, um hier keinen Spaß mehr zu verstehen [ ] Jene Vergiftung reicht viel weiter, als man denkt [ ] Solange der Priester noch als eine höhere Art Mensch gilt, dieser Verneiner, Verleumder, Vergifter des Lebens von Beruf, gibt es keine Antwort auf die Frage: was ist Wahrheit? Man hat bereits die Wahrheit auf den Kopf gestellt, wenn der bewußte Advokat des Nichts und der Verneinung als Vertreter des ‚Wahrheit‘ gilt […] Diesem Theologen-Instinkte mache ich den Krieg: ich fand seine Spur überall. Wer Theologen-Blut im Leibe hat, steht von vorneherein zu allen Dingen schief und unehrlich.“

Wer heute nur den Blick auf das mildtätig erscheinende Papsttum richtet, sieht nur eine Seite des Christentums. Die andere Seite tritt uns in säkularisierter Form entgegen: In Marxismus und Kommunismus und dessen materialistischen Zwillingsbruder, dem in der Globalisierung triumphierenden Neoliberalismus, der unter dem Bombenhagel amerikanischer und britischer Flugzeuge Freiheit, Demokratie und Menschenrechte über die Völker bringt um sie besser ausbeuten zu können. Wenn „Gott“ den amerikanischen Präsidenten nächtens den „Kampf gegen Terror und Schurkenstaaten“ einflüstert, ist dies nichts anderes als jene Fabel, wo der „Gott“ aus einem Dornenbusch zu Moses sprach und reichliche Opfer verlangte. Es ging niemals um etwas anderes als um Herrschaft von Menschen über Menschen, für das man sich eine Rechtfertigungsideologie schuf.

Den Weg zu einer friedlichen Zukunft finden wir nur mit der Rückkehr zur ursprünglichen arteigenen Religion. Dies setzt die geistige Überwindung des Judenchristentums voraus. Es hat seine lange Existenz in Europa ohnehin nur der germanischen Seele zu verdanken, die ihre Gläubigkeit in eine falsche Priesterkirche einbrachte. Das Versagen der Christenkirchen wird in Europa in der bevorstehenden Auseinandersetzung mit den muslimischen Okkupanten für alle sichtbar werden. Letztlich wird sich als stärker erweisen was immer währt. Intoleranz und Hass der Buchreligionen haben artgerechte Lebenshaltungen nicht nötig, da sie nicht gegen, sondern im Einklang mit der Naturordnung leben.

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